Über uns
Was ist die Weyarnbahn?
Die Weyarnbahn ist ein Demonstrationskonzept zur Veranschaulichung, wie sich ein großzügiges Angebot auf die Nachfrage auswirkt. Gestützt durch betreiberübergreifende Ersatzkonzepte soll gezeigt werden, was der Schienenverkehr alles leisten kann und wie - sogar im Störfall – attraktive, konkurrenzfähige ÖPNV-Verbindungen gewährleistet sein können. Teil des Konzeptes ist der Einsatz von Bestandsfahrzeugen, die zwar noch in gutem Zustand sind, aber nicht mehr auf ihrer ursprünglichen Strecke fahren dürfen, da sie beispielsweise “zu alt” sind. Ziel ist es auch, alle beteiligten Parteien so zufriedenzustellen, dass die Angebotserweiterung niemanden zu sehr einschränkt und eine langfristige Erweiterung des Streckennetzes/eine Übertragung der erfolgreichsten Elemente auf weitere Projekte möglich wird.
Was ist der Sinn hinter dem Projekt?
Es geht uns nicht um das Berechnen von Fahrgastzahlen und die Rentabilität von einzelnen Verbindungen. Uns geht es um eine attraktivere Gestaltung des ÖPNV zur Entlastung des Individualverkehrs. Viel zu oft wird nur über solche Vorhaben geredet und viel zu oft verschlechtert sich das Image der Bahn, sei es aufgrund von Betriebsstörungen, Verspätungen oder einem unzusagenden Geruch auf der Toilette. Durch einen regelmäßigen Takt, der durch narrensichere Ersatzkonzepte gestützt ist, sowie Transparenz und Mitspracherecht seitens der Fahrgäste, soll die Bahn eine, zwar andere, aber mindestens gleichwertige Alternative zum Auto darstellen. Der Trend geht seit geraumer Zeit in die andere Richtung, darum gilt es jetzt, entgegen zu steuern und für eine allseits akzeptierte und gerne genutzte Bahn zu sorgen. Sollten Sie also Feedback bezüglich des Projekts haben, melden Sie sich bitte bei uns.
Warum brauchen wir ein solches Projekt?
- Mehr Verkehr: Der gesamte Verkehrssektor - sowohl Straße als auch Schiene – verzeichnet eine steigende Auslastung, weshalb es innovativen Lösungsansätzen bedarf
- Fehlende Infrastruktur: Der Wohnraum in Städten wird knapp und teuer, da viele Leute aufgrund minderer Infrastruktur vom Land wegziehen – wir wollen nachhelfen und für besser vernetzte Infrastruktur auf dem Land sorgen
- „Veränderung“: Der Klimawandel, die Verkehrswende… es wird viel geredet und wenig passiert. Jedes neue Projekt erhöht die Wahrscheinlichkeit darauf, dass etwas in Gang gesetzt wird.
- Fehlende Unabhängigkeit: Für bestimmte Personen wie Rollstuhlfahrer ist die Bahn aufgrund körperlicher Einschränkungen das einzige Verkehrsmittel, dass sie eigenständig nutzen können und gleichzeitig einen Komfortstandard erfüllt.
- Zu viele Neufahrzeuge: Verkehrsverträge einzelner Strecken dauern meist ca. 8 Jahre an. Das ist ein Viertel bis Fünftel der erwartbaren Lebensdauer eines (vernünftig funktionierenden und gewarteten) Zuges. Um Ressourcen nachhaltig zu nutzen, sollten Züge mindestens 30 Jahre in Betrieb bleiben.