Übersicht

Einleitende Worte

Ausbaustufe 0 (Reaktivierung Haltepunkt Thalham)

Ausbaustufe 1

Ausbaustufe 2 (Weyarn->Miesbach)

Ausbaustufe 3 (Weyarn->Irschenberg)

Ausbaustufen 2 & 3 gemeinsam

Ausbaustufe 4 (Holzkirchen->Dietramszell)

Ausbaustufe 5 (Schaftlach->Waakirchen)

Weitere geplante Ausbaumöglichkeiten

Einleitende Worte

Dies ist aktuell der ungefähre Streckenplanungshorizont der Weyarnbahn (Ausbaustufe 1c gehört nicht direkt zur Weyarnbahn, wird aber zum Projekt dazugezählt). Bisher wurde mit keinem der Grundstücksbesitzer gesprochen, daher, und aus weiteren Gründen, sind die Planungen nicht zu ernst zu nehmen. Sollten Sie ein Grundstücksbesitzer einer gefragten Fläche, ein Anwohner oder ein Interessent zur Unterstützung des Projektes sein, bitten wir Sie recht herzlich sich bei uns zu melden.

Ausbaustufe 0 (Reaktivierung Haltepunkt Thalham)

Ehemals ein als unrentabel eingestufter Haltepunkt im Mühltal zwischen Darching und Miesbach, wurde Thalham vor einiger Zeit stillgelegt. Heutzutage wird auch im Rahmen der Energiewende über die Reaktivierung solcher Halte geredet. Trotzdem ist Thalham kein Halt im Nirgendwo. Viele kleinere Nachbarortschaften und Weiler der Gemeinde Weyarn würden durch die Bahn erschlossen werden. 2011 stellte ein Münchener einen Antrag auf die Reaktivierung, die weder viel Geld, noch viel Aufwand kosten würde. Dies wurde jedoch aufgrund von fahrplantechnischen Unzulänglichkeiten abgewiesen, bis der Bau des Haltepunkts in Oberlaindern höher priorisiert wurde, wobei auch für diesen der Fahrplan bereits zu eng gestrickt war. In Kombination mit mindestens einem 2-gleisigen Ausbau Darchings (oder dem 2-gleisigen Ausbau der Strecke von Holzkirchen bis Darching) wären jedoch beide Stationen einfach realisierbar.

Ausbaustufe 1

Die Ausbaustufe 1 besteht aus 2 Abschnitten, die größtenteils unabhängig voneinander realisierbar sind. Gemeinsamkeiten finden sich lediglich im Ausbau des Haltepunkts Darching zu einem größeren 4-gleisigen Bahnhof (Gleis 1 wird auf ca. 215 Meter verlängert; Gleis 2 und 3 mit Mittelbahnsteig, sowie das bahnsteiglose „Bereitschaftsgleis“ 4 mit ebenfalls einer Länge von ca. 215 Meter werden neugebaut), dem zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnitts Holzkirchen <-> Darching (wie bereits in Ausbaustufe 0 beschrieben), sowie dem Bau des primären Teil des Zugdepots in Darching.

Ausbaustufe 1a (Unterstützungsverkehr)

In dieser Ausbaustufe wird im Vergleich zu den bereits genannten Änderungen wenig angepasst. Zwischen Holzkirchen und dem Depot in Darching ist hierfür allerdings eine Oberleitung vorgesehen. Es gibt keinen regulären Planverkehr, sofern nicht erforderlich. Auf Gleis 4 in Darching steht eine Traktion aus 1-2 Fahrzeugen der Baureihen 424/425/426 bereit, um entfallende bzw. zu stark verspätete Fahrten zwischen Holzkirchen und Deisenhofen (oder, falls angefordert, im extremen Störungsfall, bis München Ost) zu ersetzen. Diese bereitstehenden Fahrzeuge können allerdings auch kurzfristig einen Teilabschnitt der Leistung eines Fahrzeuges der BRB Chiemgau-Inntal übernehmen. Als theoretischer Ersatz für die BRB Oberland kämen zunächst die Fahrzeuge des Typs LINT 41, im weiteren Verlauf auch die ursprünglich auf den betreffenden Strecken eingesetzten Integral S5D95 -Züge in Frage. Details finden Sie hier

Ausbaustufe 1b (Weyarn-Anschluss)

Anders als in Ausbaustufe 1a wird in Ausbaustufe 1b keine Oberleitung zwischen Holzkirchen und dem Depot in Darching benötigt, allerdings wäre es angesichts der folgenden Ausbaustufen sinnvoller, bei der Gelegenheit des zweigleisigen Ausbaus der Strecke eine Oberleitung zu integrieren, um eine weitere Streckensperrung für einen Umbau zu umgehen. Hierbei könnte man außerdem noch den Anschluss der Ortschaft Oberlaindern unterbringen. Der Haltepunkt Oberlaindern (2 Gleise mit Mittelbahnsteig, Bahnsteiglänge ca. 215 Meter, Details finden Sie…) befindet sich dann wahrscheinlich zwischen der Holzkirchner Straße und dem Waldhausweg. Der entscheidende Teil dieser Ausbaustufe ist allerdings die Anbindung des Ortes Weyarn. Die Strecke läuft direkt hinter dem Bahnhof Darching, eingleisig, zunächst auf die Autobahn A8 zu und nimmt danach einen parallelen Streckenverlauf zu dieser über die Mangfalltalbrücke ein. Unmittelbar hinter der Brücke sinkt die Strecke in einen Tunnel ab, dessen anderer Ausgang sich einige Meter hinter der Münchener Straße befindet. Am östlichen Tunnelausgang wird die Strecke wieder zweigleisig und nachdem die, durch die Untertunnelung entstandene, Höhendifferenz wieder überwunden ist, kommt der neue Bahnhof „Weyarn-Seiding“ (2 Gleise mit Mittelbahnsteig, Bahnsteiglänge ca. 160 Meter, Details finden Sie…) Zur Vorbereitung auf die folgenden Ausbaustufen wäre hier noch eine weiterhin zweigleisige Streckenverlängerung um den Ort herum bis hinter die Wattersdorfer Straße und der dazu passenden Haltestelle „Weyarn (Wattersdorfer Straße)“. Diese Station soll auch von der Ortschaft Stürzlham vor allem zu Fuß leicht erreichbar sein. Eine weitere ergänzende Möglichkeit wäre die direkte Elektrifizierung aller genannten Streckenabschnitte, die aber zunächst nur für Ausbaustufe 1c wichtig wäre. In Ausbaustufe 1b ist eine stündliche Verbindung zwischen Holzkirchen durch einen LINT 41 geplant. Zu Stoßzeiten kann die Taktfolge zu einem Halbstunden-Takt und/oder das Fahrzeug um einen weiteren Zugteil verstärkt werden. Sollte diese Strecke eine Liniennummer zugewiesen bekommen, wäre diese RB30, RB34 oder RB35.

Ausbaustufe 1c (S30)

Ausbaustufe 1c basiert auf Ausbaustufe 1b und ist zusätzlich auf eine Oberleitung bis Weyarn angewiesen. Des Weiteren ist der Bau der Haltestelle „Menterschwaige“ an der Großhesseloher Brücke vorgesehen. Auch kleinere Anpassungen an den Abfahrtszeiten und somit auch an der Strecke der S7, sowie der Linienverteilung der S-Bahn-Stammstrecke, müssen vorgenommen werden. Hierzu existieren bereits mehrere Planungen der Umgestaltung. Der Verkehr wird hier schon deutlich ausgeweitet. Anstelle eines Großteils der Fahrten der RB58 (Rosenheim<->Holzkirchen<->München) befährt die neue S-Bahn-Linie S30 die Strecke Deisenhofen<->München Hbf (Nord) im 20-Minuten-Takt vorwiegend mit Fahrzeugen der Baureihe 424. Jeweils Eine der drei Fahrten pro Stunde der S30 werden allerdings von der RB30 übernommen, die von da an die Strecke Weyarn<->München Hbf (Nord) mit Fahrzeugen der Baureihen 425 und 426 bedient. Zu Stoßzeiten verkehren einzelne Fahrten mit für die BRB umgebaute Et 425 aus/nach Rosenheim zwischen Holzkirchen und München gekoppelt mit denen der Weyarnbahn. Einzelne Fahrten der S30 können aus logistischen Gründen (Verstärken/Schwächen von Garnituren; effektive Nutzung von Abstellmöglichkeiten) auch von Et 425, Et 423 oder sogar Et 420 und ab Donnersbergerbrücke durch die Stammstrecke zum Ostbahnhof geführt werden. Zur Ergänzung fehlender Zeitlagen der BRB Oberland und zum Ausgleich mangelnder/überschüssiger Fahrzeuge verkehrt die Linie RE30 zwischen München und Darching mit 427/440/1440/442/425/426.

Ausbaustufe 2 (Weyarn->Miesbach)

In Ausbaustufe 2 wird erstmals ein längerer Abschnitt an das Netz angeschlossen (mindestens Ausbaustufe 1b wird vorausgesetzt). Je nachdem, welche Station die Hinterste in Weyarn ist, wird von dieser aus nach Miesbach verlängert. Hierbei werden die Ortschaften Neukirchen, Großpienzenau und Kleinpienzenau, sowie der eventuelle Halt in Wallenburg, der mehrere Weiler anschließen könnte angebunden, wobei der Bahnhof in Neukirchen den Stationsnamen „Neukirchen-Reichersdorf“ bekommt. Hinter „Weyarn (Wattersdorfer Straße)“ wird die Strecke eingleisig und unelektrifiziert, während in „Neukirchen- Reichersdorf“ und „Kleinpienzenau“ jeweils ein zweigleisiger Bahnhof für Kreuzungsmöglichkeiten zur Verfügung steht. Zwischen Neukirchen und Großpienzenau müssen einige landschaftliche Anpassungen getroffen werden und eine Brücke gebaut werden, um Zugverkehr möglich zu machen. Um nach Kleinpienzenau die Höhe des Bahnhofs Miesbach zu erreichen, untertunnelt die Strecke die St2073 an einem ihrer höchsten Punkte und senkt sich danach durch eine möglichst waagrechte Rampe auf möglichst passend geneigtem Untergrund zur bestehenden Strecke nach Miesbach ab, mit der sie auf Höhe der Enzianstraße vereinigt wird. Um eine Überlastung des Bahnhofs Miesbach durch die neue Linie zu umgehen, wird direkt neben dem Kaufhaus am Bahnhof ein „Stumpfgleis“ bis möglichst weit nach vorne verlegt. Dieses teilt sich den Bahnsteig mit Gleis 1 und wird bei der Einfahrt hinter der Weiche zu Gleis 2 von Gleis 1 getrennt. Betrieblich vorgesehen ist auch hier ein einzelner LINT 41, der im Muster Holzkirchen-> Miesbach-> Holzkirchen-> Weyarn-> Holzkirchen verkehrt. Dadurch entsteht zwischen Miesbach und Weyarn ein 2-Stunden-Takt und zwischen Weyarn und Holzkirchen ungefähr ein 45/75-Minuten-Takt, wenn die Standzeiten optimal ausgenutzt würden. Auch hier kann eine Verstärkung im Takt und/oder in der Wagenanzahl erfolgen. Statt dem 2-Stunden-Takt als Standard könnte zur Attraktivitätssteigerung allerdings auch ein Stundentakt mit 2 LINT 48 in Frage kommen, der natürlich auch optional ergänzt werden kann. Später, bei regelmäßig höherer Auslastung, können dann die bis dahin angeschafften Integral S5D95- Züge eingesetzt werden. Die Liniennummer hier lautet RB35.

Ausbaustufe 3 (Weyarn->Irschenberg)

Ausbaustufe 2 und 3 finden relativ unabhängig voneinander statt und können in der Reihenfolge auch getauscht werden, aber die Anbindung Weyarns an Miesbach hat die voraussichtlich höhere Priorität als Ausbaustufe 3 (Mindestens Ausbaustufe 1b vorausgesetzt). Die Streckenerweiterung erfolgt beginnend in „Weyarn-Seiding“ in Richtung Irschenberg. Angebunden werden Wattersdorf, Großseeham und Irschenberg. Auch diese Strecke ist eingleisig und nicht elektrifiziert und hat Großseeham als Kreuzungs- und

Irschenberg als zweigleisigen Endbahnhof. Nach Großseeham untertunnelt die Strecke die A8 und folgt ihr danach weitestgehend parallel bis Irschenberg. Wie in Ausbaustufe 2 wird hier ein einzelner LINT 41 mit gleicher Taktung und gleichen Angebotsergänzungsmöglichkeiten eingesetzt. Längerfristig wird auf dieser Strecke allerdings ein höheres Fahrgastaufkommen erwartet. Der Schülerverkehr von Irschenberg nach Miesbach würde hierbei entweder mit einem Umstieg in Darching in die RB55 oder weiterhin mit Bussen erfolgen. Die Liniennummer der Linie Holzkirchen<->Irschenberg lautet planungsgemäß RB34.

Ausbaustufen 2 & 3 gemeinsam

Nachdem sich beide Strecken in „Weyarn-Seiding“ teilen, gibt es auch eine eingleisige Gegenkurve, die von „Wattersdorf“ aus gesehen kurz vor „Weyarn-Seiding“ scharf zur Station „Weyarn (Wattersdorfer Straße)“ verläuft, um dem Schülerverkehr zwischen Irschenberg und Miesbach und möglichen Störungen oder anderweitigen Streckenunterbrechungen gerecht zu werden. Taktausweitungen sind zunächst nicht vorgesehen. Der Fahrzeugeinsatz ist angesichts der fortgeschrittenen Zeit auch nicht mehr klar. Möglich wäre jeweils ein 2-Stunden-Takt beider Linien, der sich zwischen „Weyarn-Seiding“ und „Holzkirchen“ zu einem Stundentakt ergänzt. Um einen attraktiveren Takt zu bieten, würden allerdings RB34 und RB35 bis „Weyarn-Seiding“ stündlich gekoppelt fahren und sich dann trennen (ebenso umgekehrt). Zu Stoßzeiten wird zwischen „Holzkirchen“ und „Weyarn (Wattersdorfer Straße)“ oder bis „Irschenberg“ zu einem Halbstundentakt/mit einem weiteren Zugteil verstärkt. Sofern Ausbaustufe 1c soweit erfüllt ist, ändert sich nur die Taktung zwischen „Holzkirchen“ und „Weyarn-Seiding“ zu einem fast durchgängigen 20- oder 30-Minuten-Takt. Die Linienläufe bleiben grundsätzlich gleich, allerdings ist dank der großzügigen Taktung auch mit verkürzten oder kombinierten Fahrten zu rechnen. Verstärkerfahrten der RB34/35 bis Weyarn können auch von Et 425/426 übernommen werden. Eine regelmäßige Direktverbindung von Irschenberg nach Miesbach ist, bis auf den Schülerverkehr nicht vorgesehen. Die Fahrten des Schülerverkehrs nach/von Miesbach bestehen aus einem Zugteil der RB34 von/nach Irschenberg und einem Zugteil der RB35 von/nach Holzkirchen, die in „Weyarn (Wattersdorfer Straße)“ vereinigt/getrennt werden.

Ausbaustufe 4 (Holzkirchen->Dietramszell)

In Ausbaustufe 4 ist die Streckenverlängerung von Holzkirchen nach Dietramszell geplant. Angeschlossen werden Sufferloh, Großhartpenning, Kleinhartpenning und Dietramszell, sowie eventuell eine Station in Marschall. Die Strecke zweigt, nach dem möglichen Halt in Marschall, auf Höhe des Ortes Lochham von der Bestandstrecke nach Schaftlach ab. Ab hier verläuft sie nach einer engen Kurve durch Thann und dann nach Sufferloh, wo sie ihren ersten Halt links von und parallel zu der Sufferloher Straße hat. Früh genug vor der Ortseinfahrt zu Großhartpenning kreuzt die Strecke die Sufferloher Straße, passiert die B13 und umfährt Großhartpenning nördlich, bevor sie an der Moosstraße ihren Halt „Großhartpenning“ hat. Der Halt in Kleinhartpenning erfolgt vor der Asberger Straße im Süden des Ortes. In Richtung Dietramszell führt die Strecke durch den Teil der Waldfläche,

durch den sie sich am einfachsten/rücksichtsvollsten Bauen lässt. Weiter Planungen hierzu wurden noch nicht getroffen. Langfristig wäre eine Verlängerung nach Geretsried geplant. Da Dietramszell der bisher größte angeschlossene Ort ist, werden hier (meist) kombinierte und/oder verstärkte Fahrten der RB34/35 stündlich dorthin durchgebunden, sofern das Fahrgastaufkommen dies erfordert. Zu Stoßzeiten wird im Halbstundentakt gefahren. Langfristig wird die RB34 alleine nach Dietramszell durchgebunden, da die RB35 ab Ausbaustufe 5 anderweitig verplant ist. Die Liniennummer dieser Strecke ist nicht sicher, allerdings wird sie wahrscheinlich entweder RB37, möglicherweise aber auch RB38 oder RB39, heißen.

Ausbaustufe 5 (Schaftlach->Waakirchen)

Hierbei wird nur ein kleiner Abschnitt an das bestehende Schienennetz ergänzt. Zusätzlich kommt auch noch eine Kreuzungsmöglichkeit in Warngau dazu. Neu angeschlossen wird nur Waakirchen, das zwar schon nahe der Strecke nach Lenggries gelegen ist, diese aber weder nah am Ortskern noch mit einem Haltepunkt daran vorbeiführt. Vor der Kurve, die an Waakirchen vorbeiführt, zweigt die kleine Streckenerweiterung ab. Sie passiert einige Wege und verläuft westlich von Point einigermaßen gerade in Richtung Süden. Wo sich die Haltestelle „Waakirchen“ genau befinden soll, ist noch nicht klar. Der Fahrzeugeinsatz fällt, bei mutmaßlich geringerer Auslastung, ähnlich, wie die der RB37 aus. Durchgebunden wird die Linie nach Waakirchen mit der RB35. Die Liniennummer lautet RB36.

Weitere geplante Ausbaumöglichkeiten

Infrastrukturverbessernde Planungen sind noch nicht möglich, da die Auslastung der verkehrenden Fahrzeuge noch unbekannt. Allerdings stehen folgende weitere Ausbaumaßnahmen im Raum:

  • Verlängerung der RB37 nach Geretsried/Königsdorf/Wolfratshausen
  • Verlängerung der RB35 nach Bad Feilnbach
  • Verlängerung der RB36 nach Bad Wiessee